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Dort befindet sich die Ruhrquelle auf der
Rhein-Weser-Wasserscheide, denn während die Ruhr in Richtung
Westen fließt und schließlich in den Rhein mündet, fließt
das Wasser der nur kurzen Bäche die am Südosthang des
Ruhrkopfs entspringen in die Orke. Diese wiederum entspringt nur
etwas weiter östlich am Reetsberg und fließt anfangs in
westliche, dann aber in östliche Richtungen in die Eder, deren
Wasser über die Fulda in die Weser fließt.
Verlauf
Von ihrem Quellbereich fließt die Ruhr
insbesondere in Ost-West-Richtung; dabei wird sie beidseitig von
Gebirgszügen des Rheinischen Schiefergebirges begrenzt. Zuerst
fließt ihr Wasser entlang der B 480 nach Norden. In dieser
Richtung steuert ihr Wasser nur etwas westlich vorbei an den
Bruchhauser Steinen auf den Naturpark Arnsberger Wald zu, vor
dem sie bei Olsberg in Richtung Westen abbiegt. Nach dieser
Stadt schließen sich im Norden die recht hoch aufragenden südlichen
Berge des eben genannten Naturparks an. Zum Beispiel über
Meschede fließt das Ruhrwasser entlang der A46 weiter in
Richtung Westen nach Arnsberg. Etwas weiter nordwestlich knickt
die Ruhr bei dem am Haarstrang liegenden Wickede nach Westen ab,
um danach Hagen zu passieren. Bei Wetter schlägt sie einen
Bogen um das Ardeygebirge; Haarstrang und Ardeygebirge sind nur
schmale Höhenzüge, die nach Norden hin sanft in die Westfälische
Bucht abfallen. Anschließend fließt die Ruhr zumeist in
westlicher Richtung durch das südliche Ruhrgebiet.
Mündung
Nachdem das Ruhrwasser 159 Brücken*
unterquert hat, mündet der Fluss nach 217 km in nur noch 17 m Höhe
bei Duisburg-Ruhrort in den Rhein. (*Stand: Anfang der 1990er)
Nebenflüsse der Ruhr
Nebenflüsse der Ruhr sind unter anderem die
Hille, die Neger, der Gierskoppbach, die Elpe, die Valme, der
Nierbach, die Henne, die Gebke, die Wenne, die Röhr, die Möhne,
die Hönne, der Baarbach, der Elsebach, die Lenne und die Volme.
Transportweg
Die Ruhr ist von der Mündung bis hinauf nach
Mülheim an der Ruhr über den Ruhrschifffahrtskanal zur
Bundeswasserstraße ausgebaut. Weiter flussaufwärts bis
Essen-Rellinghausen ist sie als Landeswasserstraße für
Fahrzeuge mit einem maximalen Tiefgang von 1,70 m, einer Länge
von höchstens 38 m und einer Breite von bis zu 5,20 m
befahrbar.
Bedeutung für den Transport erlangte die Ruhr
im 18. Jahrhundert für die Kohle. 1770 veranlasste die preußische
Regierung unter König Friedrich II. daher eine Studie über
einen möglichen Ruhrausbau, der zwischen 1774 und 1780
umgesetzt wurde. Schleusen, Buhnen und der Leinpfad stammen aus
dieser Zeit.
Ab den 14. Jahrhundert fuhren Duisburger und
Ruhrorter Schiffe bis Mülheim an der Ruhr.
Zwischen 1780 und 1801 fuhren Schiffe die Ruhr
hinauf bis Fröndenberg-Langschede. In dem kleinen Langscheder
Hafen wurden Getreide aus dem Umland und Salz aus Unna-Königsborn
verladen. Der nun deutlich vereinfachte Kohlentransport ins
Rheinland führte wiederum zu einer höheren Nachfrage. Ab Mitte
des 19. Jahrhunderts verlagerte sich jedoch der Transport auf
die Eisenbahn, so dass die Ruhr für den Güterverkehr oberhalb
von Mülheim an der Ruhr eingestellt geworden ist.
An der Mündung der Ruhr in den Rhein in
Duisburg-Ruhrort liegt dennoch der größte Binnenhafen Europas.
Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Ruhr
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