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Die Mosel

 

Der Name Mosel leitet sich ab von der keltischen Namensform "Mosea" über lateinisch "Mosella", das eine Verkleinerungsform von "Mosa", der lateinischen Bezeichnung des anfangs parallel fließenden Flusses "Maas" darstellt. Er bedeutet "der kleinere Fluss östlich der Maas".

Der römische Dichter Ausonius setzte ihr bereits im 4. Jahrhundert in Neumagen-Dhron ein literarisches Denkmal. Die Mosel entspringt am Col de Bussang in den Vogesen 735 m über dem Meer. Sie ist der größte Nebenfluss des Rheins, in den sie nach einem Lauf von 545 km bei Koblenz mündet.
Wenn man weiß, dass die Luftlinie zwischen Quelle und Mündung nur 278 km beträgt, kann sich jeder vorstellen wie viele Kurven und Schleifen sie brauchte um sich durch Eifel und Hunsrück ihr tiefes Bett zu graben und dabei ein Gefälle von 676 Höhenmetern zu überwinden.

 



Quelle der Mosel
Bild wurde uns von Hr. Manfred Haertel
zur Verfügung gestellt, herzlichen Dank!

Das starke Gefälle machte eine Regulierung durch Schleusen notwendig. Nach dem 2. Weltkrieg wurde sie zur heutigen voll schiffbaren Wasserstraße ausgebaut. 1947 ging die Schleuse Koblenz in Betrieb. Das letzte Stück in Frankreich wurde erst 1978 fertiggestellt.

Die Mosel fließt von ihrem Quellgebiet zunächst bis Thionville in etwa nördlicher, anschließend in nordöstlicher Richtung in einem meist engen, gewundenen Tal mit zum Teil großen Schleifen. Nur selten, u.a. im Trierer Becken, weitet sich das Moseltal auf. Die ungünstigste Kurve für die Schifffahrt ist der Bremmer Bogen (km 75,4) mit nur 350 m Radius.
Von ihrer Quelle bis zum Grenzort Apach, auf einer Strecke von 302 km, fließt sie durch Frankreich. Dann bildet sie auf 36 km die gemeinschaftliche Grenze zwischen Luxemburg und Deutschland. Unterhalb der Mündung der Sauer fließt sie bis Koblenz über 206 km auf deutschem Staatsgebiet. Die größten Nebenflüsse Saar und Sauer münden bei Konz oberhalb Trier in die Mosel. Unterhalb von Trier hat die Mosel nur noch kleinere Zuflüsse. Die Wasserführung der Mosel schwankt in weiten Grenzen. Starke Regenfälle in Verbindung mit der Schneeschmelze führen oft zu einem plötzlichen Anschwellen des Flusses. Hochwasser treten vor allem im Winter und Frühjahr auf, ausgedehnte Trockenperioden im Sommer und Herbst.

Die Geschiebeführung auf der deutschen Moselstrecke ist gering. Die Sohle besteht aus Kies und Geröll sowie streckenweise aus Fels (Grauwacke, Grauwackeschiefer, Buntsandstein sowie oberhalb von Trier Dolomit). 
1967 wurde die Mosel von Metz bis Koblenz als Schifffahrtsstraße mit 18 Schleusen frei gegeben.Die Mosel ist von Thionville in Lothringen bis Koblenz, auf 270 km Länge schiffbar, allerdings sind 15 Staustufen mit Schleusen nötig, um den Höhenunterschied dieser Strecke von immerhin 89 m auszugleichen. Für die Schifffahrt ist die Moselkommission mit Sitz in Trier zuständig. Neben der Güterschifffahrt kreuzen Ausflugsschiffe zwischen den touristisch teilweise sehr intensiv erschlossenen Weindörfern und kleinen Städtchen der Mittel- und Untermosel.

Der Abschnitt der Mosel bis zur Einmündung der Saar kurz vor Trier wird in Deutschland als Obermosel bezeichnet; dabei handelt es sich jedoch geographisch nicht mehr um den Oberlauf des Flusses. Der Bereich von Trier bis Cochem , in dem die Mosel in vielen Schleifen gewunden ist, wird Mittelmosel genannt, und der folgende Abschnitt Untermosel. Von Trier an abwärts trennt die Mosel die beiden Mittelgebirge Eifel (nordwestlich) und Hunsrück (südöstlich).Die internationale Wasserstraße besteht aus folgenden Abschnitten:

Deutsche Strecke von Koblenz bis zur Sauermündung

(71 m Fallhöhe, 10 Staustufen) 206 km
Deutsch-luxemburgische Strecke von der Sauermündung bis Apach 
(10 m Fallhöhe, 2 Staustufen) 36 km
Internationale Ausbaustrecke in Frankreich von Apach bis Thionville 
(8,4 m Fallhöhe, 2 Staustufen) 28 km
Französische Ausbaustrecke von Thionville bis Neuves-Maison 
(71,6 Fallhöhe, 14 Staustufen) 129 km
Von Koblenz bis Neuves-Maison
(161 m Fallhöhe, 28 Staustufen) 392 km

Streckendaten Apach-Koblenz

Wasserstraßenklasse IVb 
Streckenlänge: 242 km (deutsche und deutsch-luxemburgische Strecke) 
Fahrrinnentiefe: Mündung bis Schleuse Koblenz (km 0,0-1,96): wie im Rhein bei Koblenz; Schleuse Koblenz bis Rauenthal (km 1,96-3,55): 3,70 m bei Regelstau; Rauenthal bis Apach (km 3,55-242,21): durchgehend 3,00 m. 
Fahrrinnenbreite: mindestens 40 m 
Durchfahrtshöhen unter den Brücken bei HSW: in der Regel 6 m; unter der Eisenbahnbogenbrücke Koblenz-Lützel: max 5,32 m, min. 3,53 m 
Gesamtfallhöhe: 81 m (Unterwasser Apach - Unterwasser Koblenz)
Staustufen: 12 (2 auf deutsch - luxemburgischen Gebiet, 10 auf deutschem Gebiet) 
Mittlere Fallhöhe je Staustufe: 6,80 m
Mittlere Länge einer Stauhaltung: rund 20 km 
Schleusenkammer je Staustufe: 170 m lang und 12 m breit, Ausnahme: Eingangsschleuse Koblenz mit zwei Kammern (170 m x 12 m und 122 m x 12 m) 
Bootsschleuse je Staustufe: 1, (18,00 m x 3,40 m x 1,50 m) mit Selbstbedienung 
Bootsgassen an Staustufe: 7, (Müden, Fankel, Enkirch, Zeltingen, Wintrich, Grevenmacher, Palzem) 
Sektorwehre: Oberhalb Trier 2 Felder, ab Trier 3 Felder, Feldweite 40 m, hydraulische Steuerung (Ausnahme Koblenz mit 3feldrigem Walzenwehr, mittlere Walze mit Fischbauchklappe zur Eisabfuhr) 
Wasserkraftwerke: 12, Ausbauzufluß in der Regel 400m³/s
Bauweise: je 4 (oberhalb Trier: 3) Kaplan-Rohrturbinen mit schrägliegender Welle (Ausnahme Koblenz mit Kaplan-Turbine mit senkrechter Welle) 
Schutzhäfen: 4, (Senheim, Traben, Bernkastel, Trier-Ehrang) 
Zugelassene Einzelfahrer und Verbände: Einzelfahrer bis 110 m Länge und 11,45 m Breite. 
Schubverbände mit bis zu 2 Schubleichtern, Gesamtlänge bis 172,10 m, Breite bis 11,40 m (Tragfähigkeit 3.300 t bei 2,50 m Tiefgang) 
Kreuzungsbauwerke: 47 Eisenbahn-, Straßen- und Wegebrücken

Herzlichen Dank an Thomas Seidel, der für uns die Geschichte der Mosel
recherchiert hat.

 

 

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