| Beidrehen |
Das
Schiff so steuern, dass es mit der Längsseite neben einen anderen
Schiff oder an eine Schiffsanlegestelle ("Steiger")
gelangt. |
| Bergfahrt |
gegen
den Strom des Flusses |
| Beidraht |
meistens
am hinteren Schiffsteil, steht fast quer um das Heck/ Hinterteil
des Schiffes, beizuhalten. |
| BfG |
Bundesanstalt
für Gewässerkunde |
| Bilge,
Bilgenwasser, Bilgenöl |
Die
Bilge ist der unterste Raum über dem Schiffsboden, in dem sich
das Bilgenöl oder Bilgenwasser - ein Gemisch aus Öl und Wasser
ansammelt. |
| Bug |
"Kopf"
des Schiffes |
| Boje |
Fahrwasserbegrenzung:
rote Boje liegt immer linker Hand des Bergfahrers, grüne Boje
rechter Hand |
| Bugwelle |
die
Welle, die ein Schiff bei der Fahrt vor seinem Kopf herschiebt |
| Buhne |
Befestigte
Wälle, die vom Ufer aus senkrecht zur Fließrichtung in den Fluss
ragen und erst ab einem bestimmten Wasserstand überspült werden.
Die aus Kies und Pflasterung oder Schüttsteinen bestehenden
Einbauten regulieren den Abfluss des Wasser innerhalb des
Flussbettes. Der Haupt-Abfluss wird so auf einer geringeren Breite
zusammengefasst, damit den Schiffen in der eigentlichen Fahrrinne
mehr Wasser - also auch eine größere Wassertiefe - zur Verfügung
steht. |
bunkern
nach
oben |
Brennstoff/Treibstoff
aufnehmen |
| Continue-Fahrt |
Betriebsform,
in der das Binnenschiff rund um die Uhr fährt und die Mannschaft
im Schichtdienst eingesetzt ist. |
| Decklast |
wenn
die Ware über den Laderaum hinausragt. Bei leichter Fracht oder
gut stapelbarer Fracht eine gängige
Methode um das Frachtvolumen zu erhöhen. |
| Feeder-Dienst |
Zubringerdienst
im Küstenverkehr |
| GIW |
Gleichwertiger
Wasserstand; mit dem GIW hat man auf der gesamten schiffbaren
Rheinstrecke eine vergleichbare Bezugsgröße für die
Fahrrinnentiefe. Der GIW ist ein besonders definierter
Niedrigwasserstand, der ab 1908 am Rhein eingeführt wurde. Wegen
der unterschiedlichen Bettgestalt in verschiedenen
Stromabschnitten wird dieser Wasserstand über die Abflussmengen
im Bereich der für die Schifffahrt wichtigen peger, der
"Richtpegel" definiert. Der GIW-Wert wird für jeden
Pegel am Rhein alle 10 Jahre neu festgesetzt. Im 10-jährigen
Mittel wird der GIW nur an 20 eisfreien Tagen unterschritten. |
| GVZ |
Güterverkehrszentrum |
Haspel
nach
oben |
Steuerrad,
die Haspel befindet sich auf dem Steuerstand eines Schiffes und
wird i. d. Regel vom Steuermann oder Kapitän (Schiffsführer)
bedient. Mit Hilfe von Seilzügen oder Ketten wird durch das
Drehen des Steuerrads das am Heck des Schiffs angebrachte
Ruder(blatt) bewegt und damit die Fahrtrichtung bestimmt (Ruder
legen) In modernen Binnenschiffen findet man keine Haspel mehr.
Die Kraftübertragung von der Steuereinrichtung zum Ruder erfolgt
heute elektrisch oder hydraulisch. Die Ruderbewegungen werden über
kleine Steuerknüppel ausgelöst. |
| HHQ |
Höchster
Hochwasserquerschnitt; mit HHQ bezeichnet man den bisher bekannt
gewordenen höchsten Durchfluss- oder Abflusswert, der an der
betreffenden Messstelle jemals festgestellt worden ist |
| HHW |
der
bisher bekannt gewordene höchste Wasserstand, der an der
betreffenden Messstelle jemals festgestellt worden ist |
| HW |
Hochwasser |
| HSW |
Höchster
schiffbarer Wasserstand; wird bei Hochwasser dieser Wasserstand
erreicht, muss die Schifffahrt eingestellt werden, um zu
verhindern, dass in den Uferbereichen durch die Schiffswellen
Schaden entsteht. |
| Joch |
Es
handelt sich hierbei um den Durchfahrtsbereich zwischen zwei Brückenpfeilern
über eine Wasserstrasse, der z.B. für die Durchfahrt von Binnenschiffen
oder Sportbooten etc. genutzt werden kann. Siehe weiter unten >
Schiffsbrücke |
Jockel
|
Hilfsmotor zur Stromerzeugung, wenn der Hauptantrieb des Schiffes nicht in Betrieb ist (Laden und Löschen) |
| Jowi |
Größenklasse
der mit einer Länge von 135 m und einer Breite über 16,50 m
derzeit größte Binnenschiffe - benannt nach dem ersten Schiff
dieser Größe, dem Containerschiff "JOWI". |
| Kabotage |
Verkehr
zwischen zwei Häfen desselben Landes (kleine Kabotage) oder
zwischen zwei Häfen zweier verschiedener Länder, die aber an
einer Küste oder einem Strom gelegen sind (große Kabotage). Der
Begriff stammt aus der Küsten-(See-)Schifffahrt (frz. cabotage)
und fand von dort Eingang in die Binnenschifffahrt. |
| Kilometrierung |
Als
Orientierungshilfe sind alle Wasserstraßen kilometriert: am Ufer
sind sind feste, vom Wasser aus gut sichtbare Tafeln und Baken
angebracht, an denen man auf 100 Meter genau ablesen kann, wo man
sich befindet. Im Allgemeinen wird die Kilometrierung von der Mündung
aufwärts gezählt. Am Rhein liegt jedoch Kilometer Null an der
Rheinbrücke bei Konstanz am Bodensee, auch die Kilometrierung der
Lahn beginnt - entsprechend der Regel - oberhalb von Gießen und
endet bei der Mündung in Lahnstein. |
| Kondominium |
Herrschaftsgebiet,
das unter der Herrschaft mehrerer Staaten steht. An der Obermosel
zwischen Perl und Wasserbillig ist die Wasserfläche der Mosel
Kondominium von Luxemburg und Deutschland. |
| Koppelverband |
Schiffformation
aus einem Motorgüterschiff, das ein anderes Motorgüterschiff
oder einen Leichter längsseits transportiert. |
| KSS |
Küstenschubschiff |
| KüMo |
Küstenmotorschiff |
| Längs |
Leitwerk |
| Leichter,
Schubleichter |
Einfach
konstruierter Lastkahn ohne eigenen Antrieb, üblicherweise 11,40
m breit und 76,50 m lang. Die unbemannten Leichter werden
aneinandergekoppelt und von einem Motorgüterschiff oder einen
Schubschiff geschoben. Ein modernes Schubboot kann bis zu 6
beladene Schubleichter bewegen. |
| leichtern |
Umladen
eines Teils der Ladung aus einem Schiff in ein anderes, um den
Tiefgang zu verringern. |
Leitwerk,
Längswerk, Parallelwerk
nach
oben |
Befestigte
Wälle oder Dämme, die vor der Uferlinie in den Fluss gebaut sind
und (im Gegensatz zu Buhnen) parallel zur Fließrichtung
verlaufen. Die aus Kies und Pflasterung oder losen Steinen
bestehenden Einbauten regulieren den Abfluss des Wassers innerhalb
des Flussbetts. Der Haupt-Abfluss wird so auf einer geringeren
Breite zusammengefasst, damit den Schiffen in der eigentlichen
Fahrrinne mehr Wasser- also auch eine größere Wassertiefe - zur
Verfügung steht. Je nach der Höhe des Leit- oder Längswerks
wird es erst ab einem bestimmten Wasserstand überspült und damit
wirksam (Niedrigwasser- oder Mittelwasser-Leitwerk). |
| löschen |
Entladen
eines Schiffes. Woher kommt aber der Begriff löschen?
Wenn früher der Kapitän mit seinem Schiff im Hafen ankam,
musste er im Schiffskantor unterschreiben,
dass er für die Ladung haftet, bis sie aus dem Schiff ist. Wenn
das Schiff dann leer war, wurde die Unterschrift des Kapitäns mit
Sandpapier gelöscht und er war somit aus der Haftung.
Daher der Begriff "löschen". (Danke an Karin Scheubner,
MS Jenny)
|
| Lotse |
Konzessionierter
Steuermann, der über ein Patent für eine bestimmte Fahrtstrecke
(Steuermannspatent der Berg- oder Talfahrt) verfügt und - unter
Umständen aufgrund eines gesetzlichen Lotsenzwangs oder wegen
seiner besonderen Kenntnis - zum Befahren dieser Strecke an Bord
genommen wird. |
| Markierungstonne |
Schwimmendes
Schifffahrtszeichen zur Markierung der Fahrrinne oder eines
Hindernisses. |
| MGS,
MS |
Motorgüterschiff |
| MIB |
Melde-
und Informationssystem Binnenschifffahrt, ein besonderes Überwachungssystem
für Gefahrguttransport auf dem Wasser. |
| MW |
Mittelwasser
|
| Nachen |
Rettungsboot, muss auf jedem Schiff vorhanden sein, dient auch als Transportmöglichkeit, wenn das Binnenschiff zu weit vom Ufer entfernt vor Anker liegt
|
| Poller |
Am Bug, Heck und den Seiten des Schiffes vorhandene, runde "Säulen" zum Befestigen des Schiffes. Poller sind auch an Land an Schleusenanlagen und Häfen vorhanden.
|
| Registertonne |
1
Registertonne = 100 Kubikfuß = 2,831 Kubikmeter |
| Roof |
Aufbauten (Wohnungen an Bug und Heck des Schiffes) |
| Ro/Ro
Verkehr |
Verkehrssystem, bei welchem die
Ladung über Rampen an bzw. von Bord (Roll
on/Roll off) gebracht wird, wobei auf Kräne verzichtet werden
kann.
|
| Semi
Container |
Schiff,
welches sowohl Stückgut als auch Container befördern kann |
| SSS |
StromSchubSchiff |
| Schiffer,
Schiffsführer, Kapitän |
Der
verantwortliche Führer eines Wasserfahrzeugs. Er (oder sie)
benötigt für die zu befahrende Strecke ein Schifferpatent |
| schießen |
Gleichmäßiges, ordentliches Auflegen der Befestigungstaue, damit sie beim nächsten Gebrauch, ohne sich zu verknoten,
benutzen lassen |
| Schifferpatent |
Der
"Führerschein" in der Binnenschifffahrt |
Schiffsbrücke,
Brückenschiff, Joch
nach
oben
|
Früher
bestanden viele Brücken aus mehreren hölzernen Schwimmkörpern
oder kleineren Brückenschiffen, über die ein Steg verlegt war.
Damit ein Schiff eine solche Brücke passieren konnte, musste man
ein oder mehrere Teile - Joche - dieser Schiffsbrücken abkoppeln
und zur Seite manövrieren, um eine Durchfahrt zu öffnen. Siehe
dazu auch den Begriff "Joch" weiter oben. |
| Schleuse |
>
Staustufe |
| Schubleichter |
Leichter |
| Schubschiff,
Schubverband, Schubeinheit |
In
Schubschiff ist ein spezielles, stark motorisiertes
Wasserfahrzeug. Solche Schubboote werden seit den 1960er Jahren
zum Schieben von Leichtern eingesetzt. Als Schubverband oder
Schubeinheit bezeichnet man eine Schiffsformation, bei der ein
Schubschiff oder ein Motorgüterschiff einen oder mehrere Leichter
vor sich her schiebt. |
| Schute,
Prahm, Klappschute |
Kleines,
plattbodiges, meist kastenförmiges und offenes Fahrzeug aus Holz
oder Eisen. Die Klappschute verfügt über einen aufklappbaren
Boden und wird zum Transportieren oder Verklappen (auf dem
Flussgrund verteilen) von Baggergut eingesetzt. |
| Selbstfahrer |
Güterschiff,
das über eine eigene Antriebsmaschine verfügt. |
| Sohlengleichgewicht |
>
Geschiebe |
| Stapelrecht |
Das
Recht einer Stadt, einen vorbeifahrenden Schiffer bzw. Händler zu
veranlassen, vor Anker zu gehen, alle transportierten Waren
auszuladen und sie den Stadtbewohnern für einige Tage zum Kauf
anzubieten. Dafür wurden die Waren an einem öffentlichen Ort in
der Stadt "gestapelt". Das Stapelrecht hatten seit dem
Mittelalter und bis ins 19.Jahrhundert die Städte Mainz und
Köln, die sich so zu großen Handelszentren entwickelten. |
| Staustufe,
Stauhaltung, Schleuse, Wehr |
Eine
Staustufe ist eine wasserbautechnische Einrichtung an einem Fluss,
mit der Höhenunterschiede bei einem gleichmäßig hohen
Wasserstand überwunden werden können. Wichtigster Bestandteil
ist das Stauwehr, eine Barriere quer zum Flusslauf, die das Wasser
oberhalb aufstaut. Der Flussabschnitt unterhalb des Wehrs bis zu
nächsten flussabwärts gelegenen Staustufe heißt Stauhaltung. |
Steuerstand,
Steuerhaus
nach
oben |
Das
"Führerhaus" auf dem Binnenschiff und der Arbeitsplatz
des Schiffsführers an Bord. Von hier aus wird das Schiff
gesteuert und alle Funktionen überwacht. Manche Güterschiffe,
vor allem Containerschiffe, verfügen über einen Steuerstand, der
hydraulisch nach oben gefahren werden kann, damit der
Schiffsführer auch bei voller Ladung das Schiff überblicken
kann. |
| Taucherschacht,
Tauchschiff, Taucherglocke |
Wasserfahrzeug
mit Taucherglocke. Wichtigstes Bauteil dieses schwimmenden Geräts
ist die Taucherglocke, ein aus starken Seitenwänden bestehender
Hohlkörper, oben geschlossen, nach unten offen. Die Glocke wird
durch einen Schacht, der in das Schiff eingelassen ist, auf das
Flussbett hinabgesenkt. Im so erzeugten Luftraum können Arbeiten
auf der Flusssohle ausgeführt werden. |
| TEU |
TEU
steht für "Twenty-foot-Equivalent Unit", damit
entspricht 1 TEU einem 20-Fuß-Überseecontainer |
| Tiefgang,
Tauchtiefe |
Eintauchung
eines Schiffs von der Wasserlinie bis zum tiefsten Punkt des
Schiffskörpers. |
tkm,
Tonnenkilometer
nach
oben |
Maßeinheit
für die statistische Berechnung von Transportleistung, gemessen
in Gewicht (Tonne) je Entfernung (Kilometer) |
| Umschlagrecht |
Verfügte
eine Stadt über das Umschlagrecht, so mussten alle per Schiff
hier ankommenden Güter auf die Kähne ortsansässiger Schiffer
umgeladen - umgeschlagen - werden. |
| Vorspannboot,
Vorspänner |
Kleines,
PS-starkes Schleppschiff |
| Wahrschau,
Wahrschauer |
von
"Wahrheit" und "schauen"; die Wahrschau dient
im Wesentlichen dazu, bei Gegenverkehr auf unübersichtlichen
Flussabschnitten die Vorfahrt zu regeln. Die flussaufwärts
fahrenden Schiffe werden von Wahrschauern mit Hilfe von Flaggen
oder Lichtsignalen rechtzeitig über entgegenkommende Schiffe oder
Flöße informiert. |
| Wahrschaufloß |
Größerer
floßartiger Schwimmkörper, der zur Markierung vorübergehend
bestehender Hindernisse innerhalb der Fahrrinne eingesetzt wird.
Warntafeln zeigen den Gefahrenpunkt an, bei Nacht ist das
Wahrschaufloß beleuchtet. |
| Wasserstand,
Hochwasser, Mittelwasser, Niedrigwasser |
Der
Wasserstand wird am Pegel in Metern oder Zentimetern gemessen. Der
Pegelnullpunkt wird auf NN so festgelegt, dass keine negativen
Werte auftreten. Für bestimmte Wasserstände gibt es besondere Bezeichnungen
und Definitionen. 'Mittelwasser' ist z.B. ein statistisch
gemittelter Wert der in einer bestimmten Periode gemessenen
Wasserstände.
HW= Hochwasser (großes Wasser)
NW= Niedrigwasser (kleines Wasser)
MW= Mittelwasser (mittleres Wasser)
(HW, NW und MW sind nach DIN definiert)
NNW= niedrigster jemals gemessener Wasserstand;
HHW= höchster jemals gemessener Wasserstand |
| Wasserstraßenklasse |
Auf
der Grundlage der international abgestimmten Einteilung werden die
verschiedenen Wasserstraßen bestimmen Größenklassen zugeordnet.
Entscheidend sind Breite und Tiefe der Fahrrinne,
Schleusenabmessungen und Durchfahrtshöhen der Brücken. Aus der
jeweiligen Wasserstraßenklasse ist ersichtlich, mit welcher Art
Schiff (für Länge, Breite, Tiefgang, Ladehöhe) man auf einer
bestimmten Wasserstraße fahren kann. Der Rhein hat die größten
Wasserstraßenklasse V, Mosel und Saar wurden nach ihrem Ausbau
zur Großschifffahrtsstraße der Klasse IV zugeordnet. |
| WSA |
Wasser
und Schiffahrtsamt (Unterbehörde) |
| WSD |
Wasser
und Schifffahrtsdirektion (Mittelbehörde) |
| WSP |
Wasserschutzpolizei |
| WSV
nach
oben |
Wasser-
und Schifffahrtsverwaltung des Bundes; oberste Behörde ist das
Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW)
|