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Weserausbau soll 2013 beendet sein
29.07.10
Von Christian Busse
Lübbecke (WB). Von 2013 an können Schiffe mit einer Länge von 110 Meter auf der Weser zwischen Bremen und Minden fahren. Durch den 270 Millionen Euro teuren Ausbau soll die Wasserstraße noch attraktiver für den Güterverkehr werden.
Die Binnenschifffahrt boomt. Jedes Jahr werden mehr Waren auf den Wasserwegen transportiert. Auf der Weser waren es 2009 schon 7,6 Millionen Tonnen, die von Schiffen transportiert wurden. Wollte man diese Menge mit dem Lastwagen bewegen, bräuchte man etwa 300 000 Sattelschlepper. Hintereinander gestellt würde die Schlange von Lübbecke bis nach Spanien, über die Meerenge von Gibraltar bis weit nach Afrika reichen. »Diese Menge an Waren können und wollen wir noch weiter steigern«, sagte Hennig Buchholz vom Wasser- und Schifffahrtsamt Minden.
Bis 2013 soll die Weser von Bremen bis Minden durchgängig für Schiffe bis zu 110 Meter befahrbar sein. Derzeit kann der Fluss nur das so genannte Europa-Schiff, einem Schiffstyp mit einer Länge von 85 Meter, aufnehmen. Dazu sind auf der gesamten Strecke 19 Uferrücklegungen, die Vertiefungen von drei Schleusenkanälen, die Einrichtung von sieben Regelungsstrecken und zwei Schleusenneubauten geplant. Eine dieser neuen Schleusen wird in Minden gebaut. Ende 2013 soll sie fertiggestellt sein. Damit kann dann erstmals ein 110 Meter langes und 2100 Tonnen schweres Schiff die Strecke passieren. Im Ausnahmefall können sogar 135 Meter lange Schiffe eine Genehmigung zur Durchfahrt erhalten. Der Ausbau der Wasserstraße läuft nach Angaben von Dr. Manuela Osterthun von der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Mitte nach Plan. »Wenn die Finanzierung klappt, dann werden wir rechtzeitig fertig«, sagte sie. Etwa 220 Millionen Euro stammen vom Bundesverkehrsministerium, 50 Millionen Euro steuert das Land Bremen bei. Der Ausbau der Weser ist nach Angaben von Henning Buchholz auch für mittelständische Unternehmen aus dem Mühlenkreis sehr vorteilhaft. »Es kommen viele kleine Firmen auf uns zu und fragen, ob und wie sie Waren über die Weser an- und abliefern lassen können«, berichtete Buchholz.
Dadurch komme es zu einer regelrechten Wiederbelebung von kleinen Regionalhäfen. Davon profitiert auch der Hafen in Lübbecke am Mittellandkanal. Er hat sich zusammen mit fünf weiteren Häfen zu einer Interessengemeinschaft zusammengeschlossen, um gemeinsam die Binnenschifffahrt zu fördern.
Die Prognose der Verkehrsexperten ist klar: Nach dem Ausbau 2013 erwarten sie bis 2015 einen Zuwachs von 40 Prozent. »Dabei gehen wir davon aus, dass die Zahl der Schiffe mit 5000 pro Jahr konstant bleibt. Aber die Schiffe werden größer und können dadurch mehr Fracht transportieren«, sagte Buchholz. weiterlesen
beim Westfalen-Blatt
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